[Bus 4] Kässbohrer-SETRA SG 180 S



Kässbohrer-SETRA SG 180 S


Erstzulassung
06.11.1975
Im OCM seit
26.08.1988
Kilometerstand bei Übernahme
ca 490.000
Vorbesitzer
Stadtwerke München (Wagen 5107)
Motortyp
MAN D 2556 HMXU
Leistung
220 PS
Höchstgeschwindigkeit
67 km/h
Getriebe
Voith DIWA D851 (3-Gang Automatik)
Länge
16,87 m
Breite
2,50 m
Höhe
3,06 m
Sitz-/Stehplätze
56/115
Leergewicht
12,76 t
Fahrgestellnummer
98-327


Im Jahre 1975 stand bei den Münchner Stadtwerken die Beschaffung von 55 Gelenk-omnibussen an. Da München damals als MAN-Hochburg galt, vermochte niemand daran zu zweifeln, daß auch die 55 Neuwagen wieder vom „Hoflieferanten“ MAN gebaut würden.

Doch völlig überraschend ging an MAN nur ein Auftrag über 43 Fahrzeuge, die restlichen 12 wurden bei einer Firma bestellt, mit der die Münchner Stadtwerke bislang keinerlei Erfahrung hatten: bei der Ulmer Firma Kässbohrer. Die noch im selben Jahr gelieferten Fahrzeuge des Typs SG 180 S – speziell für München mit MAN-Aggregaten ausgerüstet – erhielten die Betriebsnummern 5101 bis 5112 und stellten während ihrer gesamten Einsatzzeit gewissermaßen Exoten im Fuhrpark der Stadtwerke München dar und brachten als teilstandardisierte Wagen etwas Abwechslung in das „Standardbus-Einerlei“. Wegen ihrer Wendigkeit wurden sie bevorzugt auf kurvenreichen Linien eingesetzt, zuletzt fast ausschließlich auf der mittlerweile eingestellten Linie 55 (Hauptbahnhof – Stuntzstraße). Trotz der guten Qualität der Produkte aus dem Hause Kässbohrer blieben diese 12 Gelenkbusse die einzigen Vertreter ihres Fabrikats bei den SW München.

Im Jahre 1987 brannten fünf der SETRAs bei einem durch Brandstiftung verursachten Großfeuer im städtischen Omnibus-Betriebshof Ost völlig aus. Die restlichen sieben blieben noch bis Sommer 1988 im Einsatz und wurden dann aus Altersgründen verkauft, größtenteils an einen Schrotthändler.

Bus 5107 ging an den OCM, wo er als Museumsbus erhalten bleibt. Der Bus wird derzeit restauriert.