[Bus 14] MAN SL 200



MAN SL 200


Erstzulassung
03.12.1980
Im OCM seit
April 1996
Kilometerstand bei Übernahme
ca. 800.000 km
Vorbesitzer
Stadtwerke München GmbH
Motortyp
MAN D 2566 MUH
Leistung
200 PS
Höchstgeschwindigkeit
75 km/h
Getriebe
Voith D 851.3 (3-Gang-Automatik)
Länge
11,24 m
Breite
2,50 m
Höhe
3,00 m
Sitz-/Stehplätze
42/58
Leergewicht
9,5 t
Fahrgestellnummer
299-0166-0166


Bei diesem noch relativ jungen Museumsbus handelt es sich um ein Fahrzeug aus der so genannten „Standard-I-Generation“: Bereits Ende der 60er Jahre wurde vom „Verband öffentlicher Verkehrsbetriebe“ (VÖV) ein Lastenheft erstellt, in dem genaue Richtlinien für einen zukünftigen Stadtlinien-Omnibus enthalten waren. Die Omnibushersteller sollten sich an diesem Heft orientieren und alle einen möglichst einheitlichen Omnibustyp anbieten. Festgelegt waren nicht nur die Abmessungen oder die Sitzverteilung, sondern beispielsweise auch die Anordnung des Antriebsstrangs (Heckmotor und –antrieb), die Breite und die Lage der Türen, das Armaturenbrett und die Zentralelektrik.

Auf der Automobilausstellung 1967 wurden die ersten Prototypen vorgestellt. Nach und nach beteiligten sich insgesamt fünf Hersteller an diesem Projekt, nämlich Mercedes-Benz, Büssing, Magirus-Deutz, MAN sowie kurzzeitig auch der ungarische Hersteller Ikarus. Weitere Hersteller wie Kässbohrer-SETRA oder Auwärter-NEOPLAN boten teilstandardisierte Fahrzeuge an.

Bereits Anfang der 70er Jahre setzte sich diese Bauform durch und schon bald folgten auch Standard-Überlandbusse sowie Standard-Gelenkbusse, letztere jedoch anfangs noch mit Mittelmotor.

Die Stadtwerke München beschafften von 1975 bis 1982 ausschließlich Standard-Linienbusse dieser ersten Generation, die bis Anfang der 90er-Jahre das Stadtbild prägten. Seit Mitte der 90er-Jahre ist dieser Fahrzeugtyp völlig aus den Straßen der bayrischen Landeshauptstadt verschwunden.

Die beiden letzten Standard-I-Busse der Stadtwerke München, die noch bis 1995 im regelmäßigen Linienverkehr eingesetzt wurden, waren die Wagen 4632 und 4637 aus der 1980 beschafften Serie 4601 – 4650. Wagen 4632 wird als Vertreter dieser Baureihe der Nachwelt erhalten. Der OCM besitzt außerdem den drei Jahre älteren Wagen Nr. 4458 des gleichen Typs aus der Serie 4401-4532 (Museumsbus 13).