[Bus 1] Krauss-Maffei/Rathgeber KME 160



Krauss-Maffei/Rathgeber KME 160


Erstzulassung
1958
Im OCM seit
September 1986 (Wagen 2) Dezember 1998 (Wagen 14)
Kilometerstand bei Übernahme
unbekannt
Vorbesitzer
Stadtwerke München (Wagen 2 und 14); Bauhütte (Wg. 2), Werkstatt für Spezialeffekte (Wg. 14)
Motortyp
BBC GLM 1273a-Elektromotor (Wg. 2) / SSW DV 602 a (Wg. 14)
Leistung
125 PS (Wg. 2), 120 PS (Wg. 14)
Höchstgeschwindigkeit
unbekannt
Getriebe
unbekannt
Länge
10,97 m
Breite
2,50 m
Höhe
2,94 m (ohne Dachaufbauten)
Sitz-/Stehplätze
ca. 26/79
Leergewicht
ca. 9 t
Fahrgestellnummer
168 016 und 168 027


Die beiden ältesten und wertvollsten, jedoch zugleich vom Zustand her die mit Abstand schlechtesten Busse des Omnibus-Club München e.V. sind zwei ehemalige Oberleitungs-busse aus dem Jahre 1958, die bis 1966, d. h. bis zur Einstellung des Obus-Betriebes, bei den Münchner Stadtwerken verkehrten. Danach diente der eine (Wagen-Nr. 2) 20 Jahre lang als Bauhütte, zuletzt bei einer Murnauer Baufirma, der andere (Wagen-Nr. 14) als Spezialeffekte-Werkstatt auf dem Bavaria-Filmgelände. Durch Zufall stieß der OCM im Jahre 1986 auf den ehemaligen Wagen 2 und entschied sich trotz des desolaten Zustandes, diesen anzukaufen, um ihn vor der drohenden Verschrottung zu bewahren. Er war somit der erste OCM-Museumsbus. Im Jahr 1998 folgte der ehemalige Wagen 14, der nach langen Verhandlungen und mit Unterstützung der SWM-Verkehrsbetriebe ebenfalls angekauft werden konnte. Die beiden Fahrzeuge sind die letzten noch existierenden Relikte des Münchner Obus-Betriebs.

Langfristig soll einer der beiden Busse in seinen Originalzustand zurückversetzt, d. h. nach Möglichkeit auch technisch komplett restauriert werden. Das andere Fahrzeug wird dann voraussichtlich als Ersatzteilspender dienen.

Der Obus-Betrieb in München wurde von 1948 bis 1966 von den Stadtwerken durchgeführt. Es existierte jedoch nie ein komplettes Obus-Netz, sondern nur eine Stammstrecke (Ratzingerplatz – Romanplatz), die im Laufe der Jahre stückweise erweitert und wieder eingestellt worden ist. Als Fahrzeuge dienten zunächst 15 Krauss-Maffei / Rathgeber KME 130, die zwischen 1948 und 1950 in Betrieb gingen. Im Jahre 1955 kamen drei Fahrzeuge des moderneren Typs KME 160 hinzu. 1958 wurden dann nochmals 15 KME 160 geliefert, unter ihnen auch die heutige OCM-Busse. Hierfür wurden zunächst 13 KME 130 ausgemustert. Bemerkenswert ist, daß die 15 Neuwagen keine neuen elektrischen Ausrüstungen erhielten, sondern die der 13 stillgelegten Wagen des Vorgängertyps sowie zwei Reserveaggregate.